1. Teil
Nach unzähligen Stunden im Auto und rund 1.000 km Fahrtstrecke
kamen wir Samstag endlich in unserer Ferienunterkunft, einem alten Bauernhof, welcher auch
Gästezimmer vermietet, in der Provence
an. Wir wurden mit Regen und von einem ziemlich stattlichen, aber wie sich
herausstellte auch ziemlich ängstlichen (Wach-)Hund begrüßt.
Für Sonntag hatte ich daheim bereits alle umliegenden
Flohmärkte recherchiert und eine Route von meiner besseren Hälfte
erarbeiten lassen, aber als wir am Sonntag aufwachten, regnete es immer noch.
Mir schwante Böses, trotzdem machten wir uns auf dem Weg, schließlich habe ich
mich für meine Verhältnisse zur nachtschlafenen Zeit aus dem Bett gequält und das muss sich doch auch lohnen.
Wir fuhren also zum ersten Brocante und blickten auf einen
Stand – in Worten: EINEN! Also, auf zum Nächsten. Da waren bloß Obst- und
Gemüsestände. Der nächste bot das gleiche Bild. Welch Jammer…. Der übernächste
glänzte komplett mit Abwesenheit.
Der bereits im letzten Jahr besuchte und für gut
befundene Markt in Carpentras hatte zumindest noch rund zehn Stände mit Händlerm, die geduldig im Regen ausharrten, aber die dort angebotenen antiken Schätze hatten ziemlich hohe Preise. Beim letzten (die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt) waren
es dann genau fünf übriggebliebene Stände (wir hatten auch bereits nach 14 Uhr),
das Kinderkarussell war verweist und auch dort konnte ich leider nicht Begehrliches
finden.
Der absolute Supergau war
eingetreten:
200 km am Tag verfahren, wieder Stunden im Auto verbracht und rein
gar nichts gekauft! Nichts, nada, niente …. das ist auch schon einen Beitrag wert
;-) Fotos habe ich natürlich nicht gemacht – wovon auch ;-) - ich war enttäuscht,
war es doch meine einzige Chance auf Flohmärkte in der Provence….
Egal, next time.
An den folgenden Tagen lachte die Sonne bei herrlichen 18 Grad, die ersten Obstbäume
blühen dort bereits und der Frühling hat die Provence erreicht.
Einige schöne
Ausflüge in die Umgebung nach Aix en Provence, Salon de Provence etc. standen
nun für uns auf dem Programm.
Viel zu schnell kam der Tag der Heimreise.
Zum Glück konnte
ich in dem ein oder anderen Brocante-Laden am Wegesrand meine Kauflust nach alten französischen
Gegenständen stillen, so dass der Wagen dann doch ziemlich gut gefüllt
war. Und Dank mein Mannes, seines Zeichens Packweltmeister, war das Auto nach
rund einer Stunde und einigem Fluchen über meine Sammelleidenschaft unter den wachen Augen des ziemlich wuscheligen Hundes
endlich beladen.
Am nächsten Morgen ging es mal wieder viel zu früh los und wir kamen auch
genau DREI Kilometer weit, bis der rechte Vorderreifen seinen Dienst versagte. Na, herzlichen
Glückwunsch!!
Ich muss nicht wirklich
viel dazu sagen, außer, dass wir alle Sachen aus dem Kofferraum noch zwei Mal ein-
und ausladen konnten zwecks Entnahme des Notrades (ich kam mir vor wie ein Altwarenhänder und fand es ziemlich peinlich in der Werkstatt den ganzen gehorteten Kram vor allen Anwesenden auszuladen :-).
Aber rund drei Stunden später, mit zwei neuen Sommerrädern und einen alten Winterrad noch zusätzlich im Kofferraum konnten wir endlich wieder „on tour“ gehen.
Braucht kein
Mensch, macht keinen Spaß, aber wir haben es irgendwie erledigt und wir waren
froh, dass es da nicht geregnet hat ;-)
P.S. Diese zwar sehr schönen Spiegel (der eine misst 1,30 m) waren bei der ganzen Ein- und Auspackerei besonders hinderlich und ich hatte Bedenken, dass sie bloß noch in handlichen Stücken daheim ankommen werden.
Liebe Heike,
AntwortenLöschenna stell dir den ganzen Supergau mal in Wanne-Eickel vor, da hätte es dann nich' mal 18° und das traumhaft schöne französische Ambiente mit dazugegeben *g*
Äh wobei ich jetzt Wanne-Eickel gar nicht beleidigen möchte, der Name hört sich -für mich- nur ähnlich spannend an, wie Catrop-Rauxel ;o)
Die Fensterläden/Türen vom letzten Bild sind aber super schön, also die hätte ich auch gern.
Aber schade, dass die offenen Märkte so wenig hergaben......so ist es jedes mal anders, nur doof, wenn man dafür extra so weit gefahren ist.
dafür ist euer Gästezimmer+Bauernhof ein echter Traum! Allein die knorrigen Bäume vorm Haus.......wunderwunderschön! Und dann deine anderen Bilder *hach*, da bekommt man sofort Fernweh.
Ich danke dir für deinen tollen Post, trotz mittelschwerer Katastrofe ;o)
Alles Liebe...
Kim
Liebe Heike,
AntwortenLöschenwas für wunderschöne Bilder, da kommt Fernweh auf.
Das mit den Flohmärkten tut mir leid, aber Du hast das Auto ja doch irgendwie vollbekommen...
Gut, der letzte Akt hätte nicht sein müssen, aber what Shells, es hat nicht geregnet!!!
Dir einen schönen Abend und ich bin gespannt, was Du noch so Schönes mitgebracht hast.
Liebe Grüße,
Nicole
Huhu Heike,
AntwortenLöschenjetzt hab ich das schöne Foto im Dashboard gesehen, hab mir extra noch schnell nen Kaffee geholt und dachte so jetzt Füsse hochlegen und mal nen virtuellen Ausflug in die Provence machen ... also erstmal Fotos angeguckt und dann beim Letzten denk ich hmmm ... komisches Foto ... hmmm dann hab ich wieder hochgescrollt und Deine grande catastrophe gelesen !!!
Da war aber irgendwie gewaltig der Wurm bei Euch drin! Aber bei der traumhaften Umgebung war das bestimmt doch noch zu verschmerzen. ;o)
Oben steht erster Teil, gibts noch nen zweiten? Mit oder ohne Katastrophe? bin gespannt
Liebe Grüße
Ivi
Ihr Lieben,
AntwortenLöschenja, wir hatten Glück im Unglück und es gibt auch
noch ein "happy end" im zweiten Akt, den ich soeben online gestellt habe,
Viel Spaß bei der Lektüre ;-)
Liebe Grüße sendet Euch,
Heike
Oh sorry, it has been a somewhat bumpy journey. I'm ready to continue reading the next post ...
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